Notfallplan / Evakuierung / Tools

     

Notfallplan / Evakuierung

 
 

Notfallplan / Evakuierungskonzept einfach mit OptiRisk Vorlagen realisieren


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Ein guter Notfallplan dient zur Bewältigung verschiedener Szenarien.
 Die Frage ist und bleibt: Für welche wesentlichen Szenarien soll man sich organisatorisch und technisch vorbereiten? Unsere Erfahrungen in der Erarbeitung / Optimierung und Implementierung von Notfallplänen zeigen, dass die meisten Unternehmen oder Verwaltungen einen Evakuierungsplan für den Brandfall "in der einen oder anderen Art" haben.

Das Video zeigt Ihnen, wie Sie mit den OptiRisk Vorlagen sehr einfach und effizient einen professionellen Notfallplan mit Evakuierung für verschiedene Szenarien erarbeiten können.

 

Meistens fehlen weiterführende Szenario-Überlegungen

notfallplan, evakuierung, tool, toolsMeistens fehlen jedoch weiterführende Überlegungen wie zum Beispiel umzugehen ist bei.

- einer Drohung (Bombendrohung oder gewalttätige Drohung)
- einem Amoklauf (eigene Mitarbeitende oder Drittperson)
- einem Störfall (Chemieunfall im eigenen Unternehmen)
- einem Unfall mit gefährlichen Transportgütern in unmittelbarer Nähe eines Objekts
- einem Überfall (z.B. Empfangsbereich, usw.).

In einem guten Notfallplan sind mindestens genau diese Szenarien notfallmässig organisiert und trainiert. Dabei ist ein professionelles Alarmmanagement äusserst wichtig.

 

Evakuierungskonzept - Das Herzstück im Notfallplan

Ein Evakuierungskonzept als Bestandteil in einem Notfallplan ist Pflicht bei:

  1. Sonderbauten mit grossen Personenbelegungen, bei denen im Ereignisfall mit Panikreaktionen zu rechnen ist (Konzertsäle, Stadien, Discotheken etc.).
  2. Beherbergungsbetriebe A (Altersheime, Spitäler, Strafanstalten etc. > 10 Personen)
  3. Beherbergungsbetriebe B (Hotels, Pensionen, Ferienheime > 15 Personen)

 

Das Evakuierungskonzept im Notfallplan

Ein Evakuierungskonzept beschreibt die aufeinander abgestimmten baulichen, technischen und organisatorischen Brandschutzmassnahmen, die realisiert werden müssen, um im Ereignisfall eine sichere Evakuierung durchführen zu können. Das Konzept umfasst unter anderem baulich/ technische Aspekte wie Notausgänge, Schliessvorrichtungen, Fluchtwege, Fluchtwegkennzeichnungen, Sicherheitsbeleuchtungen, Alarmierungssysteme (nach aussen und innen) etc. als auch organisatorische Gesichtspunkte wie Sammelplätze, Horizontalevakuierungen, Betreuung der Evakuierten etc..

Wichtiger Bestandteil eines Evakuierungskonzeptes sind die Flucht- und Rettungspläne. Die Schutzziele sind vorgängig mit den Brandschutzbehörden abzusprechen und müssen mit allfälligen rechnerischen Nachweisen zur Personensicherheit (Rauchsimulationen) abgestimmt sein.

 

Die Unterweisung der Mitarbeitenden und Führungskräfte für die Evakuierung (Compliance)

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Der Sinn des Evakuierungskonzeptes bzw. einer Evakuierung ist den Mitarbeitenden zu erläutern. Neben der Erfüllung rechtlicher Anforderungen geht es um die Mitarbeitersicherheit, Besucher usw. und um die Personenfreiheit für einen Feuerwehrangriff oder anderer Einsatzkräfte, damit diese beim Eintreffen direkt mit der Intervention beginnen können und nicht alle Kräfte für Personenrettungen binden müssen. Es ist deshalb erforderlich, dass sich jeder an die festgelegten Verhaltensanweisungen im Alarmfall hält, damit das Evakuierungskonzept und der Notfallplan greifen können.

Die verschiedenen Gründe für eine Evakuierung muss den Mitarbeitenden mitgeteilt werden, dass die Dringlichkeit für ihn selber nicht einschätzbar ist und somit ein Alarm immer Ernst genommen werden muss. Nicht jeder Evakuierungsgrund ist mit so deutlichen Anzeichen wie z. B. einer Rauchentwicklung verbunden.

Je nach Evakuierungsgrund muss ein anderer Ablauf befolgt werden (z. B. das Verbleiben im Gebäude bei externer Schadstofffreisetzung). Es ist ebenfalls hinzuweisen, dass auch Evakuierungsübungen mit der gleichen Ernsthaftigkeit durchzuführen sind. Dies gilt auch für "höhere" Führungskräfte, wichtige Besprechungen, Besuchergruppen, Fremdfirmen, Feierabendzeiten usw.

Im weiteren is die Art der Alarmierung mitzuteilen. Kommen verschiedene Alarmierungssysteme zur Anwendung (Sprachdurchsagen, Sirene, optische Signale) ist den Mitarbeitenden jedes dieser Systeme zu erläutern, da es immer mal vorkommen kann, dass sich Mitarbeitende in anderen Bereichen als ihren eigentlichem Arbeitsbereich aufhalten. Zum Beispiel in Personalrestaurants, Toiletten, Umkleide- und Waschräume. Auch Ersatzmassnahmen bei Ausfall der eigentlichen Alarmierungseinrichtung sind dabei bekannt zu geben.


Im weiteren ist die Bekanntmachung der Evakuierungskräfte sicherzustellen. Hierbei sind sowohl deren Aufgaben und Weisungsbefugnisse als auch ihre Kennzeichnung (z. B. Warnweste) darzustellen. Berücksichtigung finden dabei auch die unterschiedlichen Funktionen, wie z. B. Betreuung von Behinderten oder Sammelplatzverantwortliche. Den Mitarbeitenden sollten die für ihren Bereich zuständigen Evakuierungskräfte namentlich bekannt gegeben werden.

Das von den Mitarbeitenden bei Alarm erwartete Verhalten ist zu schulen. Dabei ist darauf aufmerksam zu machen, dass die Arbeitsplätze nicht nur bei Alarm, sondern auch bei offensichtlicher unmittelbarer Gefahr zu verlassen sind. Zudem sind auch die Rettungszeichen darzustellen und der Inhalt der Flucht- und
Rettungspläne, Brandschutzordnungen usw. zu erklären. Es ist zu erklären, dass während einer Evakuierung zwar zügig zu handeln ist, dies aber auf keinen Fall hastig oder gar überstürzt passieren soll. Es ist Ruhe zu bewahren und die zuvor definieren Verhaltensweisen bei einer Evakuierung anzuwenden.

In der Regel werden diese Unterweisungen für den Fall einer Evakuierung ein Bestandteil der Arbeitssicherheitsunterweisungen vor Arbeitsantritt eines Mitarbeitenden bzw. deren jährlicher Wiederholung sein.

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